Ragamala: Bilder für alle Sinne - Museum Rietberg
2024
software
hardware
szenografie
Für die im September 2024 eröffnete Ausstellung „Ragamala: Bilder für alle Sinne“ im Museum Rietberg durften wir die Hardware für ein einzigartiges Bildratespiel entwickeln.
Die Spieler*innen müssen anhand der Bildbeschreibung verschiedener Kinder, die vor ihnen ausgelegten Bilder erkennen und diese auf einer markierten Fläche platzieren, um Punkte zu sammeln.
Das Spielkonzept wurde in einem Workshop vom SFMOMA und dem Museum Rietberg entworfen, und die Hardware wurde mithilfe von Phidgets validiert.
Um das Spiel im Rahmen der Ausstellung perfekt umzusetzen, haben wir die Inszenierung passend zur übrigen Ausstellungsgestaltung geplant, spielmechanische Beratung geleistet und eine robuste, schnell reagierende Hardware-Lösung geliefert, die dem Polish der Ausstellung entspricht.
Ein Gegenüber im Gamedesign
Im ursprünglichen Workshop-Design waren die Spieler*innen nebeneinander platziert, mit Blick auf einen Bildschirm und einem Tisch mit Bildern vor sich.
Durch die Neupositionierung der Spieler*innen gegenüber voneinander wird der Fokus stärker auf die zwischen ihnen platzierten Bilder und die auditiven Beschreibungen gelenkt, was zudem mehr Bewegungsfreiheit im "Wettstreit" um die Bildplatten bietet.
Im physischen Spieldesign müssen möglichst alle Sinne einbezogen werden – von der Gestaltung der Oberflächen für ein angenehmes haptisches Erlebnis bis hin zur Geräuschkulisse, die durch das Spiel entsteht. Wichtig ist auch, das Spiel für ein möglichst breites Publikum zugänglich zu machen.
Auch für Gruppen haben wir das Spielerlebnis optimiert, indem die Möglichkeit besteht, den Ton über einen im Tisch integrierten Körperschallwandler statt über Kopfhörer zu hören.
Durch kurze Spieltests und Feinjustierungen konnten wir das Spielerlebnis so optimieren.
Wiederverwendbarkeit
Im Ausstellungsbau stehen wir oft vor ähnlichen Herausforderungen wie in vielen anderen Branchen: Materialien und Ausstattungen werden für jede Ausstellung individuell angefertigt und nach Gebrauch entsorgt.
Um diesem Problem entgegenzuwirken, haben wir eine wiederverwendbare Platine entwickelt, die zwei RFID-Reader und vier beleuchtete Knöpfe steuern kann. Diese flexible Lösung erlaubt es uns, zukünftige Spiele und interaktive Installationen auf Basis derselben Mechanik zu realisieren – dem Platzieren von Objekten auf einem definierten Feld.
Mögliche Anwendungen umfassen das Abspielen von Audiodateien, das Drucken von Produktinformationen oder das Anzeigen von Hintergrundwissen, sobald ein Objekt erkannt wird. Dadurch schaffen wir eine schnelle und vielseitige Möglichkeit, interaktive Spiele und Informationssysteme zu gestalten, die nachhaltig beeindrucken.